Disk Diet – die Abnehmkur für den Mac

Viele behaupten, der Mac brauche keinerlei Pflege, Reinigung, Entrümpelung oder Ähnliches im Gegensatz zu Windows. Tatsächlich entspricht dies aber nicht ganz der Wahrheit, denn wer schon mal ein Programm wie Disk Diet benutzt hat, stellt fest, dass sich auch auf dem Mac einiges unnütze Zeug ansammelt.

Auf einen Blick

  • Kategorie: Dienstprogramme
  • Sprache: Deutsch und andere
  • Preis: 3,99€ (gelegentlich sogar umsonst oder reduziert im Angebot)
  • Zur App: Disk Diet

Funktionsumfang

(entnommen aus der Beschreibung im App Store)

  • Entfernt unbenutzte Sprachversionen aus Anwendungen
  • Bereinigt Caches
  • Bereinigt den Downloads-Ordner
  • Bereinigt den Mail-Download-Ordner
  • Bereinigt alte Logs
  • Reinigt die alten iOS Software-Updates
  • Beseitigt mit optionalen In-App-Kauf alte Entwickler-Ordner
  • Leert den Papierkorb

Aufbau des Programms

Das Programm ist übersichtlich aufgebaut. Navigiert man mit VoiceOver-Tasten+Pfeil rechts, findet man nacheinander die folgenden Punkte:

  • Anzeige der Festplatte mit Name und Gesamtgröße: Bei Vorhandensein mehrerer Partitionen oder externer Festplatten als Einblendmenü zum Auswählen der Festplatte, die entrümpelt werden soll.
  • Anzeige der Festplattenbelegung in Prozent
  • Anzeige des noch verfügbaren Festplattenplatzes in GB
  • Ein Objekt namens „Liste“, das von VoiceOver als ausgegraut interpretiert wird. Dazu gleich noch mehr.
  • Statusanzeige und den Hinweis, dass auf Diet geklickt werden soll, wenn man die Festplatte aufräumen möchte
  • Die Taste Diät (Standardtaste)

Das erste Öffnen

Beim ersten Öffnen sieht der Bildschirm geringfügig anders aus. Es erscheint eine Erklärung, die besagt, dass zunächst die richtigen Ordner ausgewählt werden müssen, damit Disk Diet richtig arbeiten kann. Hier muss man dem Programm quasi mitteilen, wo es die Inhalte findet, die von Belang sind. Der Ordner wird gewählt, indem jeweils der Knopf „Auswahl“ gedrückt und dann im Öffnen Dialog der richtige Ordner ausgewählt wird. Die zu wählenden Ordner sind:

  • Programme
  • Library
  • Systemprotokolle

Das Programm versucht bereits, den richtigen Ordner auszuwählen. Man muss also in erster Linie prüfen, ob die Auswahl stimmt, und auf Ok drücken. Bei Systemprotokolle steht der Fokus auf dem Ordner „Var“. Hier muss man den Ordner öffnen und den Ordner „Logs“ heraussuchen.

Daten prüfen und löschen

Natürlich muss man dem Programm nichts ohne Kontrolle überlassen. Weiter oben erwähnte ich eine graue Liste. Sie befindet sich etwa in der Programmmitte und enthält alle Daten, die potentiell gelöscht werden können. Obwohl sie grau ist, kann man mit der Liste interagieren. Es finden sich mehrere Objekte, die den Titel „unbekannt“ tragen. Davon darf man sich nicht irritieren lassen, denn mit jedem dieser Objekte kann interagiert werden. Dann erscheint der Titel des zu prüfenden Inhalts. Es gibt die folgenden Kategorien:

  • Anwendungsprotokolle
  • Systemprotokolle
  • Caches
  • Papierkorb
  • Downloads
  • E-Mail-Downloads
  • Alte iOS Updates
  • Von Entwicklern erstellte Dateien
  • Zusätzliche Sprachen
  • iPhoto Papierkorb

Neben jedem dieser Objekte findet sich ein Markierungsfeld, das man aktivieren oder deaktivieren kann. Ist es aktiviert, wird der gewählte Inhalt bereinigt. Außerdem zeigt Disk Diet auch gleich an, wie viel Speicherplatz durch das Bereinigen frei wird. Es gibt darüber hinaus einen Hilfe Knopf, der erklärende Infos zum jeweiligen Inhalt einblendet. Die Information kann mit Escape wieder ausgeblendet werden.

Was leider nicht geht, ist, sich die einzelnen Dateien anzeigen zu lassen, die das Programm bereinigen möchte. Das muss man ggf. selber im Finder suchen, bevor man einen Inhalt aktiviert oder deaktiviert. Hat man alle Inhalte gewählt, drückt man enter und das Programm räumt auf.

Zugänglichkeit

Das Programm ist mit VoiceOver gut bedienbar. Schade ist, dass die unbekannten Objekte nicht richtig beschriftet sind. Dadurch muss man mit ihnen interagieren, um den Titel des Inhalts vorlesen zu lassen. Das macht die Bedienung umständlicher als nötig. Trotzdem ist es ein kleines Tool, das hilft, die Festplatte in Ordnung zu halten.

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